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Norwegen hat eine Käsetradition, die zwar nicht mit der Schweiz oder Spanien mithalten kann, die aber doch Beachtung verdient. Ziegen-, Kuh- und Mischkäse sind verbreitet. Rentiermilch spielt heute auch im Norden des Landes keine Rolle mehr.
Die Bezeichnungen sind manchmal verwirrend durch Doppelformen. So findet man „hvitost“ neben „kvitost“. Da man sich bei der Einführung einer norwegischen Schriftsprache nicht einigen konnte, gibt es zwei Schriftsprachen: das stärker am Dänischen ausgerichtete Bokmål (sprich: Bukmohl) und das Nynorsk. So heißt das Wort „weiß“ im Bokmål meist „hvit“ (mit stummem h), im Nynorsk „kvit“ (wobei allerdings „kvit“ im Bokmål auch gelegentlich vorkommt).
Molkenkäse vom Typ des Ricotta sind in Norwegen weitgehend unbekannt. Dafür wird Molke oft zu Brunost eingedickt.
Wenn in der Zutatenliste eines norwegischen Käses „vegetabilsk lø[y]pe“ aufgeführt ist, ist damit kein pflanzliches Lab, sondern mikrobielles Lab gemeint.
In Norwegen gibt es Alp– oder Almwirtschaft. Das Wort für „Alp“ oder „Alm“ heißt im Bokmål „seter“, im Nynorsk „sæter“. Mit bestimmtem Artikel heißen die Wörter „setra“ (auch „seteren“) und „sætra“.
In den Käsenamen findet sich oft das Wort „ost“, das „Käse“ heißt und mit u gesprochen wird. Hiervon abgeleitet ist (mit Umlaut) „ysteri“ mit Endbetonung, was „Käserei“ heißt.
In diesem Lexikon werden die folgenden norwegischen Käse und Käsereien behandelt (hinter den Namen: B = Bokmål, N = Nynorsk)
